Ingrid Brodnig: „Ein Video ins Netz zu stellen ist noch keine Leistung“


Viel wird derzeit geschrieben und diskutiert über die Zukunft des Journalismus: Wozu noch Journalismus?, fragt da beispielsweise die Süddeutsche in einer Serie. Viele fragen sich, wie Journalismus in Zukunft finanziert werden könnte. Wie immer gehts um Paid-Content, Micro-Bezahlsysteme, leserfinanzierte Berichterstattung, Google und nicht zu vergessen: um Qualität. Manche versuchen sich auch an Alternativen. Ich möchte nicht nur kurz wiederholen, was andere bereits besser zusammengefasst haben:

  • dass eine neue technische Infrastruktur ein geändertes NutzerInnenverhalten zur Folge hat; die Verlagerung der gleichen Geschäftsmodelle ins Internet nicht funktioniert.
  • dass das Internet an sich das ideale Medium für Journalismus wäre, wenn es nur ein funktionierendes Geschäftsmodell geben würde.
  • dass Quersubventionierung im Netz nicht funktioniert, weil sich UserInnen nur die Rosinen rauspicken.
  • dass nicht nur den Verlagen einige Veränderungen ins Haus stehen, sondern auch den InformationskonsumentInnen, denn Informationsfilterfunktionen und Rezeptionsbedingungen verschieben sich.

Darüber habe ich mit Ingrid Brodnig vom Falter gesprochen und das Ergebnis hinterlegt mit kurzen Ausschnitten aus zwei Videos aus dem Prelinger Archives über Journalismus. Das Ganze ist untermalt mit ein wenig Kaffeehausstimmung.

Von Daniel

Mai 17th, 2010 at 11:16 am

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